Laut einem Bericht von Reuters haben Lieferkettenstörungen durch geopolitische Ereignisse, Naturkatastrophen, COVID-19 und Cyberangriffe in den vergangenen Jahren weltweit zu Umsatzeinbußen von bis zu 4 Billionen US-Dollar geführt.
Allein die Chip-Lieferengpässe der letzten zwei Jahre haben zu Umsatzausfällen von über 500 Milliarden US-Dollar in der Halbleiterbranche und deren Kundenindustrien geführt, wobei die verlorenen Autoabsätze 2021 mehr als 210 Milliarden US-Dollar betrugen.
Viele Branchenexperten prognostizieren, dass Halbleiterengpässe und Lieferkettenprobleme bis 2024 andauern werden. Tatsächlich zeigen Forschungsergebnisse von McKinsey, dass Lieferkettenstörungen immer häufiger auftreten. Dadurch werden potenzielle Geschäftsverluste zunehmend wichtiger und erfordern Gegenmaßnahmen. Der Bericht schätzt außerdem, dass Unternehmen im Durchschnitt alle dreieinhalb Jahre mit Lieferkettenunterbrechungen rechnen müssen, die in der nächsten Dekade zu EBITDA-Einbußen von 40–45 % führen könnten.
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Lieferkettenrisiken managen über den Krisenmodus hinaus
Organisationen konzentrieren sich aktuell darauf, bestehende Lieferkettenprobleme zu bewältigen und abzumildern, müssen sich jedoch bereits auf die nächste Störung vorbereiten. Unternehmen sollten über die aktuelle Versorgungskettenkrise hinausblicken und strategische Lieferkettenpläne entwickeln.
Ihre Unternehmenslieferkette muss:
· Resilient sein, damit Sie Störungen antizipieren, flexibel darauf reagieren und sich anpassen können – wo und wann immer diese auftreten.
· Agil sein, um schnell und kosteneffizient auf jede Unterbrechung reagieren zu können.
· Transparent sein, um das Vertrauen von Kunden und Stakeholdern zu gewinnen und Nachhaltigkeitsziele Ihres Unternehmens zu erfüllen.
Die zunehmende Komplexität globaler Lieferketten erschwert es Unternehmen, robuste und strategische Prozesse zu etablieren, die dem neuen Lieferkettenparadigma gerecht werden.
Um interne und externe Risikofaktoren zu verstehen, ist eine tiefgehende und dynamische Transparenz entlang der gesamten Lieferkette – vom Design bis zur Auslieferung – entscheidend.
Folgende Schlüsselfaktoren sollten Sie bei der Entwicklung einer strategischen Lieferkettenstrategie berücksichtigen:
· Ihre Lieferkette beginnt bereits beim Design: Der Zugang zu umfassenden Daten – von Bauteil-Parametern, Compliance (Konformität), Marktverfügbarkeit über Lieferzeiten und Preise – ermöglicht Ihnen ein robustes Design mit Alternativbauteilen, was sowohl bei der Beschaffung als auch beim gesamten Produktlebenszyklusmanagement unterstützt.
· Mapping und Monitoring Ihrer Lieferkette mit Zugriff auf Echtzeit- und relevante Ereignis-Benachrichtigungen hilft Ihnen, Schwachstellen zu erkennen und Risiken frühzeitig zu analysieren und zu beheben.
· Diversifizierung und Multi-Sourcing Ihrer Lieferkette reduziert Abhängigkeiten und schafft Alternativen bei möglichen Störungen.
· Das Verständnis Ihrer Lieferanten bis in die Sub-Tier-Ebene verschafft Ihnen Einblicke in deren Stärken und Schwächen, sodass Sie strategische Partnerschaften aufbauen können.
· Die Entwicklung von Compliance-Projektmanagement-Strategien unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Normen.
· Das Entwickeln und Verwalten Ihrer ESG-Ziele (Environmental, Social, Governance), Nachhaltigkeitsmetriken und Reporting-Strategien trägt zum Aufbau von Vertrauen sowie zur Stärkung des Konsumenten- und Investorenvertrauens bei.
Alle diese Punkte unterstützen Sie dabei, Agilität und Resilienz aufzubauen und stärken die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Gesundheit Ihres Unternehmens.