RoHS vs. REACH: Was sind sie und wie unterscheiden sie sich?

RoHS- und REACH-Vorschriften schützen Öffentlichkeit und Umwelt vor gefährlichen Stoffen. Aber was bedeuten sie, wie unterscheiden sie sich und was ist erforderlich, um mit beiden konform zu sein?

RoHS vs. REACH: Was sind sie und wie unterscheiden sie sich?

Artikel-Highlights:

  • REACH und RoHS sind zwei entscheidende Regulierungen zum Schutz von Mensch und Umwelt vor gefährlichen Stoffen. 
  • RoHS beschränkt die Verwendung von 10 Stoffen in elektronischen und elektrischen Geräten, darunter Blei und Quecksilber.
  • REACH ist eine umfassende Verordnung, die für alle chemischen Stoffe gilt, die in EU-Ländern hergestellt, importiert, verkauft oder verwendet werden.
  • Fehlende REACH- oder RoHS-Konformität kann dazu führen, dass Produkte vom Markt zurückgerufen werden; im Durchschnitt kostet ein Rückruf 11 Millionen US-Dollar. 
  • Laufende Transparenz in der Lieferkette ist entscheidend, um diese regulatorischen Anforderungen erfolgreich zu erfüllen. 

Heute wird alles digitalisiert. Autos enthalten inzwischen über 1.000 elektronische Bauteile und auch in Haushalten finden sich zahlreiche elektrische und elektronische Geräte (EEE) wie virtuelle Assistenten, Waagen, Kamera-Türklingeln und mehr. 

Reach and RoHS Compliance Report

Die Elektronikbranche wächst weiter, da Verbraucher immer mehr intelligente Geräte anschaffen, die ihr Leben vereinfachen – und manchmal auch verkomplizieren. Doch die Verbreitung solcher Technologien hat ihren Preis: Durch Kauf, Nutzung und Austausch moderner Technologien entstehen neue potenzielle Umweltgefahren.

Die Komplexität von Geräten wie Computern, Laptops, Smartphones, Kühlschränken, Öfen und Elektrowerkzeugen – die jeweils Hunderte oder gar Tausende unterschiedliche Bauteile enthalten – birgt das Risiko, dass eine oder mehrere Komponenten gesundheits- oder umweltschädlich sind. 

Um dies zu steuern, haben Aufsichtsbehörden zahlreiche essenzielle Vorschriften erlassen. Diese Richtlinien sollen vor potenziell schädlichen Stoffen in EEE, chemischen Stoffen und anderen Produkten schützen. In diesem Artikel werden zwei der wichtigsten Vorschriften näher beleuchtet: RoHS und REACH. 

Was ist RoHS?

Die Europäische Union hat die Richtlinien RoHS und REACH eingeführt, um die Verwendung gefährlicher Stoffe in ihren Mitgliedstaaten zu regulieren. 

RoHS (Restriction of Hazardous Substances) ist seit dem 1. Juli 2006 in Kraft und gilt als die bedeutendste, am weitesten verbreitete Vorschrift für EEE in Europa. Ihr klares Ziel ist die Verringerung der Risiken, die gefährliche Stoffe in EEE für Mensch und Umwelt darstellen.

Die ursprüngliche Fassung, Richtlinie 2002/95/EG, beschränkte sechs Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten. Laut der Europäischen Kommission gilt: „Alle Produkte mit elektrischen und elektronischen Komponenten müssen – sofern nicht ausdrücklich ausgenommen – diese Beschränkungen einhalten.“ 

2011 wurde die Richtlinie 2011/65/EU eingeführt, auch als „RoHS 2“ bekannt. Sie erweiterte den Anwendungsbereich und beschränkte vier weitere Stoffe.

Was ist REACH?

Die Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) wurde am 1. Juni 2007 von der EU verabschiedet. 

Im Gegensatz zu RoHS, das ausschließlich für EEE gilt, ist REACH eine umfassende Regulierung, die für alle chemischen Stoffe gilt, die innerhalb der EU hergestellt, importiert, verkauft oder verwendet werden. Da im Fertigungsprozess vieler Produkte Chemikalien eingesetzt werden, betrifft REACH nicht nur die chemische Industrie. 

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA), die REACH überwacht, erklärt: „REACH gilt für alle chemischen Stoffe; nicht nur für solche, die in industriellen Prozessen verwendet werden, sondern auch für Stoffe aus dem täglichen Leben.“ Hierzu zählen Kleidung, Möbel, Hausgeräte und Reinigungsmittel. Da es kaum Branchen gibt, die keine Chemikalien einsetzen, beeinflusst REACH praktisch jeden Hersteller oder Importeur mit Geschäftsaktivitäten in Europa. 

Das zentrale Ziel von REACH ist identisch mit dem von RoHS: Der Schutz von Mensch und Umwelt vor gefährlichen Stoffen. Darüber hinaus fördert die Verordnung den Wettbewerb innerhalb der chemischen Industrie und regt alternative Testmethoden für die Gefährlichkeit von Stoffen an, die ohne Tierversuche auskommen. 

Anwendungsbereich von RoHS und REACH 

Wie angedeutet, unterscheiden sich die Reichweiten dieser beiden EU-Chemikalienverordnungen erheblich. RoHS ist ausschließlich auf EEE ausgerichtet und umfasst eine Vielzahl alltäglicher Produkte: Haushaltsgeräte aller Größen, Laptops, Smartphones, Computertechnik, Elektrowerkzeuge, Videospielgeräte und verschiedene Sportgeräte. Die RoHS-Reichweite erstreckt sich über alle milliardenschweren Branchen – von der Computertechnik über Küchenmaschinen bis hin zu Videospielen – und betrifft sogar weniger offensichtliche Bereiche wie Medizintechnik, E-Zigaretten und smarte Laufbänder. 

RoHS-beschränkte Stoffe

Obwohl RoHS für zahlreiche Produkte und Branchen gilt, ist sein Anwendungsbereich inhaltlich relativ eng und spezifisch. Seit 2015 beschränkt RoHS die Verwendung folgender 10 Chemikalien über festgelegte Grenzwerte hinaus: 

  • Blei (1000 ppm, parts per million)
  • Cadmium (100 ppm)
  • Quecksilber (1000 ppm)
  • Sechswertiges Chrom (1000 ppm)
  • Polybromierte Biphenyle (PBB) (1000 ppm)
  • Polybromierte Diphenylether (PBDE) (1000 ppm)
  • Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) (1000 ppm)
  • Benzylbutylphthalat (BBP) (1000 ppm)
  • Dibutylphthalat (DBP) (1000 ppm)
  • Diisobutylphthalat (DIBP) (1000 ppm)

Wie gezeigt, untersagt die EU nicht grundsätzlich die Verwendung dieser 10 Chemikalien, sondern legt Höchstgrenzen für deren Gehalt in Produkten fest. Für alle genannten Stoffe außer Cadmium gilt ein Grenzwert von 0,1 % (i.d.R. als <1000 ppm angegeben). Die Verwendung von Cadmium ist auf 0,01 % (<100 ppm) begrenzt. 

Verständnis der REACH-Regulierung

RoHS ist relativ leicht verständlich: Eine festgelegte Liste von Chemikalien darf in der EU-Fertigung und beim Import bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. REACH ist hingegen komplexer – der regulatorische Rahmen ist vielschichtig und erfordert einen genaueren Blick. (Zu beachten: REACH gilt nur für Unternehmen, die mindestens eine Tonne eines Stoffes pro Jahr herstellen oder importieren.) 

Um REACH zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die sogenannte „Kandidatenliste“. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) führt eine Kandidatenliste mit Stoffen, die als toxisch für Mensch oder Umwelt eingestuft werden. Diese Chemikalien werden als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC – substances of very high concern) bezeichnet, darunter Karzinogene, Mutagene, reproduktionstoxische Stoffe und bioakkumulierende Substanzen (die sich im Körper von Lebewesen, auch beim Menschen, anreichern). Sobald ein Stoff als SVHC identifiziert ist, wird er der Kandidatenliste hinzugefügt und löst zahlreiche rechtliche Pflichten für Unternehmen aus, deren Produkte den Stoff enthalten. Dazu gehören:

  • Kommunikation über die sichere Verwendung des Produkts
  • Antwort auf Verbraucher-Anfragen innerhalb von 45 Tagen
  • Benachrichtigung der ECHA, wenn der SVHC im Produkt mit mehr als 0,1 % enthalten ist
  • Bereitstellung von Sicherheitsdaten 

Nach Aufnahme eines Stoffes in die Kandidatenliste kann die ECHA empfehlen, ihn in die Zulassungsliste (auch Anhang XIV genannt) aufzunehmen. Die Zulassungsliste ist eine EU-Liste beschränkter Stoffe. Wird ein Stoff auf diese Liste gesetzt, erhält er ein „Ablaufdatum“, nach dem sein Verkauf und seine Verwendung verboten sind, sofern keine ausdrückliche Zulassung vorliegt. 

Bis Juni 2023 hat die ECHA 235 Chemikalien zur Kandidatenliste hinzugefügt. Die Zulassungsliste umfasst aktuell 59 Stoffe

RoHS-Konformität 

Unternehmen, die EEE in den 27 EU-Mitgliedstaaten herstellen, verkaufen oder importieren möchten, müssen bestimmte Maßnahmen ergreifen, um die RoHS-Konformität zu belegen. Es gibt kein offizielles „RoHS-Zertifikat“ oder ähnliches von einer Behörde ausgestelltes Konformitätsdokument, allerdings verlangt die EU eine „Konformitätsbewertung“. Diese besteht im Wesentlichen aus drei Schritten:

  • CE-Kennzeichnung
  • Technische Dokumentation
  • Konformitätserklärung (Declaration of Conformity, DoC)

CE-Kennzeichnung 

Gemäß RoHS-Richtlinie muss jede EEE das CE-Kennzeichen tragen, was die Einhaltung aller relevanten Bestimmungen bestätigt. Die Kennzeichnung muss dauerhaft und lesbar am Produkt angebracht sein. 

Technische Dokumentation

RoHS fordert außerdem, dass Hersteller eine umfassende Dokumentation erstellen. Diese umfasst Produktbeschreibung, Fertigungszeichnungen, technische Spezifikationen, harmonisierte Normen sowie Prüfberichte zur RoHS-Konformität. 

Konformitätserklärung 

Unternehmen, die EEE in der EU herstellen oder importieren, müssen eine Konformitätserklärung (DoC) erstellen. Dieses Dokument bestätigt die Einhaltung der RoHS-Richtlinie und sollte folgende Angaben enthalten:

  • Name und Adresse des Herstellers
  • Eindeutige Gerätebezeichnung
  • Informationen zur Rückverfolgbarkeit
  • Liste der harmonisierten Normen 
  • Schriftliche Erklärung der RoHS-Konformität bezüglich der Stoffbegrenzungen

REACH-Konformität 

Aufgrund des umfassenderen Geltungsbereichs von REACH sind weitaus mehr Unternehmen von den Compliance-Anforderungen betroffen als bei RoHS. 

Unternehmen, die chemische Stoffe in der EU herstellen oder importieren und dabei eine Tonne pro Jahr oder mehr bewegen, müssen diese Stoffe bei der ECHA registrieren. „Stoffe“ können dabei sowohl reine Chemikalien als auch Gemische oder in Produkten eingebrachte Substanzen sein, z. B. in Kleidung, Geräten oder Spielzeug.

Für die Registrierung dieser Stoffe müssen Unternehmen ein Registrierungsdossier bei der ECHA einreichen. Dieses umfasst Informationen zu Eigenschaften, Gefahren, Expositionsmöglichkeiten, sichere Handhabung, Risikomanagementmaßnahmen und ggf. die Einstufung der Gefährlichkeit. 

Hersteller und Importeure tragen die größte Verantwortung in Bezug auf die Einhaltung von REACH und ECHA. Gleichwohl spielen auch andere Akteure der Lieferkette eine Rolle, wenn es um Umgang und Kommunikation zu chemischen Stoffen geht. Distributoren etwa müssen relevante Informationen zur sicheren Verwendung von Chemikalien in der Lieferkette weitergeben, auch an nachgelagerte Nutzer. Nachgelagerte Nutzer wiederum sind verpflichtet, einen sicheren Umgang vor Ort sicherzustellen und entsprechende Informationen an Kunden weiterzugeben. 

Alle Teilnehmer an Herstellung, Vertrieb und Verkauf chemischer Stoffe in der EU müssen sich zur REACH-Konformität, Lieferkettentransparenz und Produktsicherheit verpflichten. 

Ausnahmen von RoHS und REACH 

Beide EU-Vorschriften sehen bestimmte Ausnahmen nach spezifischen Kriterien vor. Für RoHS können Ausnahmen gewährt werden, wenn die Einhaltung der Stoffbeschränkungen technisch oder wirtschaftlich besonders schwierig ist. Nach Angaben der Europäischen Kommission werden Ausnahmen nach Verfügbarkeit von Alternativen, gesundheitlichen und sozioökonomischen Auswirkungen sowie Auswirkungen auf Innovationen bewertet. Aktuelle Ausnahmen sind etwa Quecksilber in bestimmten Leuchtstofflampen und Blei als Legierungselement in Stahl. Unternehmen können eigene Ausnahmeanträge stellen, deren Bearbeitung jedoch meist 18 bis 24 Monate dauert. 

Eine vollständige Liste der RoHS-Ausnahmen findet sich in Anhang III und IV der Richtlinie 2011/65/EU („RoHS 2“). 

Auch die REACH-Richtlinie sieht Ausnahmen vor, die drei Kategorien zugeordnet werden: vollständige Ausnahmen, teilweise Ausnahmen sowie Stoffe ohne Registrierungspflicht. Meist sind dies Stoffe, die durch andere Gesetze reguliert werden. Nachfolgend ein Auszug; vollständige Listen sind auf der ECHA-Website verfügbar. 

Vollständige Ausnahmen

  • Radioaktive Stoffe 
  • Stoffe für Verteidigungszwecke
  • Nicht isolierte Zwischenprodukte (laut Definition der EPA ist ein Zwischenprodukt „jedes chemische Produkt, das bei der Herstellung anderer Chemikalien oder Gemische in chemischen Reaktionen komplett oder teilweise verbraucht wird“)

Teilweise Ausnahmen

  • Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung
  • Lebens- und Futtermittel
  • Arzneimittel 

Für weitere Kategorien, darunter Stoffe mit geringem Risiko, natürlich vorkommende Substanzen sowie bereits registrierte und aus Abfällen zurückgewonnene Stoffe, ist keine Registrierung erforderlich. 

Herausforderungen bei der RoHS- und REACH-Konformität 

Mit ausreichender Recherche und Sorgfalt werden die EU-Richtlinien verständlich. Ihre praktische Einhaltung ist dennoch anspruchsvoll. Unternehmen, die Produkte in der EU herstellen oder importieren, stehen im Compliance-Prozess oftmals vor erheblichen Herausforderungen. 

Die Zusammenstellung sämtlicher technischer Unterlagen für Konformität mit RoHS ist das eine. Doch was passiert, wenn Labortests zeigen, dass ein Produkt einen der zehn beschränkten Stoffe über den erlaubten Grenzwerten enthält? In diesem Fall stehen Unternehmen vor strategischen Entscheidungen: Um das Produkt RoHS-konform zu machen, müssen sie die Stückliste (BOM) überprüfen, nicht-konforme Bauteile und Rohmaterialien identifizieren, Alternativbauteile suchen und gegebenenfalls den gesamten Montageprozess anpassen. Insgesamt können diese Umrüstungen gerade bei EEE mit über 100 individuell entwickelten Komponenten teuer und zeitraubend werden. 

Die Alternative ist die Obsoleszenz: Das Produkt wird eingestellt, weil die Kosten der Einhaltung zu hoch sind. 

Auch REACH bringt große Herausforderungen mit sich. Laut Cefic, dem europäischen Chemieverband, ist die Erstellung des REACH-Registrierungsdossiers kosten- und zeitintensiv. Unternehmen müssen über 2.000 Datenfelder in die ECHA-Datenbank eintragen, Dutzende chemische und toxikologische Studien durchführen und – je nach Produktionsmenge – Tests an über 1.000 Labortieren durchführen. Die Kosten für die Registrierung eines Stoffs liegen laut Verband zwischen 50.000 und 2.000.000 Euro. 

Folgen von Nichtkonformität mit REACH und RoHS 

Die Konsequenzen bei Nichtkonformität mit EU-Richtlinien variieren je nach Mitgliedstaat, folgen aber gemeinsamen Grundsätzen. Stellt eine Kontrollbehörde einen Verstoß fest, fordert sie vom Unternehmen die technischen Nachweise an. Danach folgt die Marktrücknahme. Die Behörde verlangt entweder einen freiwilligen Rückruf von betroffenen Produkten oder leitet eine Zwangsrücknahme ein. 

Firmen müssen zudem mit finanziellen Sanktionen rechnen. Diese variieren, bewegen sich jedoch oft im fünfstelligen Euro-Bereich. Doch eine 30.000-Euro-Geldbuße spiegelt nur einen Teil der tatsächlichen Kosten wider: Muss ein Unternehmen einen tragenden Produkttyp zurückrufen, können Verluste in Millionenhöhe entstehen. Eine Studie von Allianz aus 2017 ergab, dass ein durchschnittlicher Rückruf für ein EEE-Produkt über 11 Millionen US-Dollar kostet. 

Fälle von Nichtkonformität gelangen selten in die Öffentlichkeit. Im Juli 2020 aber musste die Nikon Corporation ihr Filmkameramodell Nikon F6 zurückrufen – ein älteres, seit 2004 nur noch begrenzt verkauftes Produkt.

Wie sich herausstellte, verstieß die Nikon F6 gegen ein Update der RoHS-Richtlinie („RoHS 3“) vom Juli 2019, das Dibutylphthalat (DBP) stärker beschränkte. Zwar war der Rückruf mit nur 152 betroffenen Geräten klein, aber dennoch ein unerwünschter Imageschaden für das Unternehmen. 

Fazit: Die Verletzung dieser Richtlinien bedeutet im besten Fall kostspielige Unannehmlichkeiten und im schlimmsten Fall finanzielle sowie PR-Katastrophen für Unternehmen. Wer Zugang zum EU-Markt will, muss RoHS- und REACH-Konformität erfüllen.

Strategie für eine robuste REACH- und RoHS-Konformität 

Unternehmen, die in einem oder mehreren EU-Mitgliedstaaten aktiv sein wollen, sollten genau wissen, was RoHS- und REACH-Konformität bedeutet. Sichere Produkte erfordern konsequente Lieferkettentransparenz, laufende Überwachung der Richtlinieneinhaltung und die Zusammenarbeit mit Prüflaboren.

Die Sicherstellung von Transparenz entlang der Lieferkette ist dabei zentral. Wer absolute Sicherheit bezüglich RoHS- und REACH-Konformität seiner Produkte erlangen will, benötigt maximale Sichtbarkeit hinsichtlich der Zulieferer und der verbauten Komponenten. Oft geht dies nur mit einer professionellen Lieferkettenrisikomanagement-Plattform, die Daten und Einblicke zu Lieferanten, deren Abhängigkeiten, Schwachstellen und Risikostufen liefert. Die Fähigkeit, bei regulatorischen Änderungen blitzschnell Transparenz in der eigenen Lieferkette herzustellen, entscheidet darüber, ob man mit Agilität reagieren kann oder in Unsicherheit verharrt. 

Schließlich sollten Unternehmen eine interne Verpflichtung für konsequente nachhaltige Praktiken und Werte etablieren. RoHS und REACH existieren aus gutem Grund: Wer Wert auf Sicherheit und Nachhaltigkeit legt, schafft die Basis für die Erfüllung aller Verpflichtungen wie Registrierung, Prüfungen, Gebühren und – falls nötig – Produktumstellungen.