Artikel-Highlights:
- Lieferkettentransparenz beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, alle Variablen innerhalb seiner Lieferkette im Blick zu haben. Sub-Tier-Lieferkettentransparenz bezieht sich auf die Möglichkeit, sämtliche dieser Variablen – Lieferanten, Standorte, Bauteile und Ereignisse – in der zweiten, dritten und weiteren Ebenen der Lieferkette sichtbar zu machen.
- Durch Nutzung der Sub-Tier-Transparenz und der dadurch geschaffenen Sichtbarkeit können Unternehmen eine proaktivere Strategie im Risikomanagement verfolgen. Nach Erreichen dieser Transparenz eröffnen sich zahlreiche Strategien, mit denen Organisationen den Auswirkungen von Sub-Tier-Ereignissen und Störungen präventiv entgegenwirken können.
- Z2Data‘s Sub-Tier Intelligence kombiniert große interne Datensätze mit modernster zugrundeliegender Technologie, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Transparenz weit über Tier-1-Lieferanten hinaus zu erweitern. Die SCRM-Lösung nutzt zudem KI und Machine Learning, um Millionen von Datenpunkten zu normalisieren und Bauteile anhand von Taxonomie und Commodity zu klassifizieren.
Lange Zeit konzentrierte sich die Mehrheit der OEMs (Original Equipment Manufacturers) und anderer Unternehmen nahezu ausschließlich auf ihre direkten Lieferanten. OEMs pflegten direkte 1:1-Beziehungen zu diesen Tier-1-Herstellern und verließen sich auf sie als Informationsquelle für Einblicke in die vielschichtigen Sub-Tier-Lieferantennetzwerke, aus denen Materialien und Bauteile bezogen wurden.
Mit Beginn der 2020er Jahre folgten COVID-19-Pandemie, massive Lieferkettenengpässe und geopolitische Konflikte in mehreren Regionen der Welt. Diese Entwicklungen führten zu überproportional vielen Unterbrechungen, Werksstilllegungen und erheblichen finanziellen Verlusten für Hersteller. Auch wenn die ersten Jahre des Jahrzehnts herausfordernd waren, verdeutlichten sie zugleich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Lieferkettenrisikomanagements (SCRM), das eine kontinuierliche Sub-Tier-Transparenz in Echtzeit bietet. OEMs erkannten plötzlich, dass ein effektives Risikomanagement in der Lieferkette weit mehr bedeutet als die Steuerung der direkten, alltäglichen Lieferanten – es geht um umfassende Transparenz und damit um bessere Kontrolle entlang Lieferantennetzwerken, die drei, vier oder sogar fünf Ebenen tief reichen.
Trotz dieser eindrücklichen Erfahrungen endet die Transparenz bei den meisten Unternehmen dennoch auf der Ebene der Tier-1-Lieferanten. Laut GEODIS verfügen lediglich 6 % der Unternehmen über vollständige Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Eine McKinsey-Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass nur 30 % der Unternehmen eine Lieferkettentransparenz über Tier 1 hinaus besitzen – ein Rückgang um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Was bedeutet Sub-Tier-Lieferkettentransparenz?
Lieferkettentransparenz meint die Fähigkeit, sämtliche Variablen einer Lieferkette zu erfassen, darunter:
- Direkte und Sub-Tier-Lieferanten
- Produktionsstandorte
- Produkte, Bauteile und Materialien
- Störungen
Nach Aussage von SAP ist Lieferkettentransparenz die „strategische Fähigkeit, jede Komponente der Lieferkette von Anfang bis Ende zu überwachen. Durch Echtzeit-Einblicke in Lagerbestände, Versandstatus, Produktionspläne und Lagerverwaltung kann die erhöhte Transparenz Ihnen helfen, eine reaktionsfähigere und resilientere Lieferkette zu gestalten, um die Unwägbarkeiten globaler Märkte besser zu managen.“
Um die umfassende Transparenz zu erreichen, die die Resilienz erhöht und die Grundlage für ein proaktives Lieferkettenrisikomanagement (SCRM) legt, müssen Unternehmen ihre Sub-Tier-Lieferanten erfassen können. Sub-Tier-Lieferkettentransparenz ist die Fähigkeit, sämtliche oben genannten Variablen – Lieferanten, Standorte, Bauteile, Ereignisse – in der zweiten, dritten und weiteren Ebenen sichtbar zu machen.
Um die umfassende Transparenz zu erreichen, die die Resilienz erhöht und die Grundlage für ein proaktives Lieferkettenrisikomanagement (SCRM) legt, müssen Unternehmen in der Lage sein, ihre Sub-Tier-Lieferanten zu erfassen.
Warum Sub-Tier-Transparenz jetzt geschäftskritisch ist
Die 2020er Jahre verdeutlichen klar, wie entscheidend es für Unternehmen geworden ist, tief in ihre Lieferketten hineinzublicken. Gerade Technologienbranchen mit komplexen Produkten aus Hunderten von Einzelteilen erleben, dass ein Engpass an einer einzigen Stelle der Fertigung dominoartig Auswirkungen bis zum direkten Lieferanten haben kann. Solche Flaschenhälse sind vielfältig: Lieferengpässe, Produktionsausfälle oder Compliance-Verstöße können Lieferanten weltweit betreffen. Gemeinsam ist ihnen: Sie breiten sich entlang globaler Lieferantennetzwerke aus und gefährden die Produktion bis hin zum OEM.
Sub-Tier-Transparenz ermöglicht es Organisationen, diese Risiken – und die fragwürdigen Akteure dahinter – frühzeitig zu identifizieren. Mit dieser Transparenz können Unternehmen einen proaktiveren Ansatz im Risikomanagement einnehmen und Strategien entwickeln, um die Auswirkungen von Sub-Tier-Ereignissen und -Störungen im Voraus zu begrenzen.
- Lieferanten-Kategorisierung: Unternehmen, die ihre Sub-Tier-Struktur erfassen, können daraus „bevorzugte“ und „nicht-bevorzugte“ Lieferanten ableiten. Diese Einteilung basiert oft auf geopolitischem Risiko: Firmen mit Sitz oder Aktivitäten in China oder Russland werden z. B. als „nicht-bevorzugt“ eingestuft, während Hersteller mit Sitz in den USA als „bevorzugt“ gelten. Diese Klassifizierung hilft OEMs, rasch zwischen konkurrierenden Lieferanten zu wählen und die Lieferkette nach und nach auf Netzwerke mit geringerem Risiko umzustellen.
- Dual Sourcing: Dual Sourcing bedeutet, dass ein Unternehmen für bestimmte Bauteile, Baugruppen oder Produkte auf mindestens zwei Lieferanten setzt – oft auch „Splitting“ genannt. OEMs, die ihre Sub-Tier-Lieferanten identifizieren und manche davon als mittel- oder hochriskant einstufen, können auf Dual Sourcing setzen, um das Risiko zukünftiger Störungen zu reduzieren. Beim Splitting wird ein Produkt von mehreren Lieferanten bezogen und die Bestellungen werden beispielsweise 70/30, 60/40 oder 90/10 aufgeteilt.
- Lieferantenwechsel: Wenn durch Lieferketten-Mapping identifizierte Sub-Tier-Lieferanten als hochriskant gelten und es nur wenige Möglichkeiten zur Risikominimierung gibt, kann ein vollständiger Wechsel zu einem anderen Lieferanten sinnvoll sein. Dies gilt oft als letzte Maßnahme – ist jedoch empfohlen, wenn sich keine tragfähige Risikominderung umsetzen lässt. An diesem Punkt ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Hersteller für eine gravierende Störung sorgt; dann ist das Ersetzen des riskanten Lieferanten durch eine sichere Alternative strategisch unerlässlich.
Wie Z2Data Ihre Lieferkettentransparenz erweitert
Das auf Lieferkettenrisikomanagement (SCRM) spezialisierte Unternehmen Z2Data ermöglicht Organisationen aus Branchen wie Elektronik, Automotive, Cybersecurity und Aerospace & Defense erstklassige Multi-Tier-Lieferkettentransparenz. Z2Data’s Sub-Tier Intelligence kombiniert große interne Datensätze mit modernster zugrundeliegender Technologie, um Unternehmen eine Transparenz zu bieten, die weit über Tier-1-Lieferanten hinausreicht. Außerdem stützt sich die SCRM-Lösung auf KI und Machine Learning, um Millionen Datenpunkte zu normalisieren und Bauteile nach Taxonomie sowie Commodity zu klassifizieren.
Im Folgenden stellen wir vier zentrale Aspekte der Sub-Tier Intelligence von Z2Data vor.
Sub-Tier-Datenbank
Z2Data verfügt über eine umfangreiche interne Datenbank zu Lieferantenbeziehungen – und zwar sowohl zu direkten Lieferanten als auch Sub-Tier-Herstellern bis in die zweite, dritte und vierte Ebene. Forschungsteams verarbeiten geprüfte, verlässliche Informationen, um strukturierte Lieferantennetzwerke zu erstellen. Diese Netzwerke basieren auf Taxonomie- und Commodity-Daten, um irrelevante Verbindungen und unnötige Datengeräusche automatisch herauszufiltern.
Für Unternehmen, die Z2Data einsetzen, bedeutet das: schon vor der Erfassung eigener Daten erhalten sie eine umfassende Out-of-the-Box-Abdeckung über mehrere Ebenen hinweg. Die proprietäre Datenbank ist ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Plattformen, die oft kaum mehr als leere Hüllen und vollständig auf Kundendaten angewiesen sind.
Für Unternehmen, die Z2Data einsetzen, bedeutet das: schon vor der Erfassung eigener Daten erhalten sie eine umfassende Abdeckung über mehrere Ebenen hinweg.
FMD-Level-Analyse
Ein einzigartiges Merkmal von Z2Data’s Sub-Tier Intelligence ist der Fokus auf Full Material Declaration (FMD)-Analysen. Forschungsteams untersuchen FMDs – einschließlich Bauteile, MPNs und Materialzusammensetzung – und erstellen Multi-Tier-Mappings, die den Weg eines Produkts vom Rohstoff bis zum Endprodukt abbilden. Der Fokus auf FMDs – statt auf direkte Lieferanten – ermöglicht Z2Data eine individuelle, präzise Darstellung der Fertigungsnetzwerke.
Intuitive Datenvisualisierung
Die besten Lieferkettendaten sind intuitiv und leicht verständlich. Z2Data stellt dazu übersichtliche, anschauliche Diagramme bereit, die die Lieferströme von Rohstofflieferanten und Sub-Tier-Herstellern bis zu den direkten Zulieferern aufzeigen. Nutzer können diese Diagramme direkt im Tool aufrufen und erhalten damit eine transparente, nachvollziehbare Darstellung ihrer Lieferkette und aller relevanten Beziehungen.
Risikosensorik
Sobald Sub-Tier-Lieferanten identifiziert und die Lieferkette umfassend abgebildet wurde, lassen sich über Z2Data detaillierte Risikoanalysen durchführen. Anwender können schnell prüfen:
- Auf Sanktionslisten geführte oder beschränkte Unternehmen, laut Dutzenden nationaler und internationaler Listen.
- Risiken in Bezug auf Zwangsarbeit innerhalb der Sub-Tiers.
- Unternehmen, die staatlich kontrolliert werden oder mit ausländischen Militärs verbunden sind.
- Akteure mit bekannten rechtlichen, regulatorischen oder ESG-Problemen.
Warum Sub-Tier-Transparenz für SCRM unerlässlich ist
Proaktives Lieferkettenrisikomanagement basiert auf Multi-Tier-Transparenz. Wer nur die Tier-1-Lieferanten im Blick hat, kann Sub-Tier-Hersteller nicht bewerten, Risiken nicht abschätzen und keine geeigneten Strategien zur Stärkung der Lieferkettenresilienz umsetzen. Organisationen mit Sub-Tier-Lieferkettentransparenz hingegen verfügen über die entscheidenden Daten und Einblicke, um beweglich und reaktionsschnell in ihren Wertschöpfungsketten zu agieren.
Z2Data’s Sub-Tier Intelligence kombiniert umfangreiche interne Datenbanken mit menschlicher Expertise und KI-Effizienz, um Unternehmen rasch umfassende Transparenz zu verschaffen. Zur Ermittlung von Lieferantenbeziehungen und Aufbau von Produktionsnetzwerken nutzen Z2Data-Research-Teams ausschließlich hochwertige Quellen, darunter:
- Unternehmenswebsites
- Behördliche Unternehmensmeldungen
- Handelsdaten (u. a. aus den USA, Indien, China und Singapur)
- Nachhaltigkeitsberichte
- Produktunterlagen und Broschüren
- Auszeichnungen für Lieferanten
- Unabhängig durchgeführte Lieferantenbefragungen.
Das Ergebnis: Verlässliches, aussagekräftiges Sub-Tier-Mapping als Grundlage für ein effektives SCRM-Programm und dessen Strategie. Mehr über Z2Data und die Vorteile von Sub-Tier Intelligence – von FMD-zu-Hersteller-Mapping über die Identifikation risikobehafteter Akteure bis zur tiefgreifenden Lieferkettentransparenz – erfahren Sie in einer kostenlosen Demo mit unseren Produktexperten.