Überblick über die SVHC-Liste von REACH
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) verwaltet die REACH-Verordnung der Europäischen Union (EU), die den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt verbessern soll. Diese Verordnung gilt für alle chemischen Stoffe – nicht nur für industrielle –, wodurch die meisten Unternehmen in der EU betroffen sind. Sie legt ein Verfahren zum Sammeln und Bewerten von Informationen über Gefahren von Stoffen fest, um zu bestimmen, ob diese in die Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) aufgenommen oder – wenn ihre Risiken nicht beherrschbar sind – auf die Liste der eingeschränkten Stoffe gesetzt werden sollten. Die ECHA prüft alle sechs Monate neue Stoffe für die SVHC-Liste.
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REACH-Update Juni 2024
Die ECHA hat einen neuen Stoff im zweiten Update 2024 in die SVHC-Liste aufgenommen. Damit steigt die Anzahl der SVHC-Stoffe von 240 auf 241. Hersteller und Importeure sind verpflichtet, SVHC-Anteile über 0,1 Gewichtsprozent in allen Erzeugnissen anzugeben, einschließlich der SCIP-Meldungen. Die vollständige SVHC-Liste finden Sie auf der ECHA-Website hier.
Nachfolgend finden Sie den neuen Stoff mit Begründung für die Aufnahme sowie den typischen Verwendungen:
Welche Bauteile enthalten Dicumylperoxid?
Eine Analyse von Z2Data, basierend auf einer Datenbank mit einer Milliarde Bauteilen und vollständigen Materialdeklarationen (FMD), ergab, dass über 10.000 Bauelemente den neuen besonders besorgniserregenden Stoff enthalten.
Der Großteil der identifizierten Bauteile waren:
- Lineare Spannungsregler
- Mikrocontroller
- Operationsverstärker
Warum enthalten Bauteile Dicumylperoxid?
Dieser Stoff wird laut den von der ECHA veröffentlichten Dossiers hauptsächlich als Initiator zur Polymerisation bei der Herstellung von Kunststoffen und Elastomeren als Flammschutzmittel verwendet. Besonders häufig wird Dicumylperoxid als Initiator bei der Produktion von Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) eingesetzt. LDPE ist ein typischer Bestandteil von Verpackungsmaterialien sowie von Gehäusen für elektronische Komponenten.
Weitere von der ECHA geprüfte Stoffe
Ein weiterer Stoff (Triphenylphosphat oder TPhP) wurde ebenfalls zur Aufnahme in die SVHC-Liste vorgeschlagen, jedoch wurden neue Informationen bereitgestellt, die nicht mehr rechtzeitig geprüft werden konnten. Die ECHA hat das Verfahren für dieses REACH-Update ausgesetzt, um die neuen Daten entsprechend zu bewerten.
Möchten Sie wissen, wie Ihre Produkte betroffen sind?
Um konform zu bleiben, benötigen Unternehmen eine Lösung, die sofort aufzeigt, wie neue sowie bestehende Vorschriften ihre Produkte betreffen. Traditionelle Lösungen setzen auf Umfragen, deren Ergebnisse oft Wochen oder Monate dauern. Die hybride Methode von Z2Data kombiniert dagegen Daten zu über einer Milliarde Bauteilen mit Umfrageergebnissen und liefert so einen klaren, ganzheitlichen Überblick über den Compliance-Status Ihrer Produkte.
Mit FMD-Informationen, die in der Z2Data-Datenbank sofort verfügbar sind, können Unternehmen regulatorische Änderungen wie aktuelle REACH-Beschränkungen proaktiv adressieren. Kontaktieren Sie noch heute einen Z2Data-Lieferkettenspezialisten, um eine individuelle Demo zu buchen und ein widerstandsfähiges Compliance-Programm für Ihre Produkte aufzubauen.