Sind Sie bereit für Änderungen bei REACH & RoHS im Jahr 2023?

Es gibt mehrere neue Aktualisierungen und Änderungen bei REACH und RoHS im Jahr 2023.

Sind Sie bereit für Änderungen bei REACH & RoHS im Jahr 2023?

Sind Sie bereit für Änderungen bei REACH & RoHS im Jahr 2023?

Im Jahr 2023 gibt es mehrere neue Updates und Änderungen bei REACH und RoHS. REACH ist eine europäische (EU) Verordnung, die die Verwendung bestimmter chemischer Stoffe in Produkten beschränkt, die innerhalb der EU hergestellt, verkauft oder importiert werden. Als Verordnung ist REACH in allen EU-Mitgliedstaaten rechtsverbindlich. 

Learn the changes to reach and RoHS

RoHS hingegen ist eine EU-Richtlinie, die die Verwendung von zehn bestimmten Stoffen in elektrischen und elektronischen Geräten (EEE) beschränkt, die innerhalb der EU hergestellt, vertrieben oder importiert werden. Als Richtlinie muss RoHS von jedem Mitgliedstaat in nationales Recht umgesetzt werden, um rechtlich bindend zu sein.

REACH hat zudem einen größeren Anwendungsbereich und gilt für alle Teile und Produkte, die in der EU verkauft werden, mit einigen Ausnahmen wie radioaktiven Materialien, während sich die RoHS-Richtlinie auf EEE mit bestimmten Ausnahmen konzentriert. 

Es gibt einige Überschneidungen zwischen REACH und RoHS, und die EU bemüht sich, Konflikte zwischen beiden zu vermeiden. Dennoch hat jede Vorschrift ihren eigenen Compliance-Prozess. 

Neue Stoffe bei REACH aufgenommen

Am 17. Januar 2023 wurden neun gefährliche Chemikalien in die EU-Kandidatenliste („Candidate List“) der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC, „Substances of Very High Concern“) im Rahmen von REACH (Registration, Evaluation, Authorization, and Restriction of Chemicals) aufgenommen. REACH enthält nun eine Liste von 233 Chemikalien, die für Menschen oder die Umwelt schädlich sein können. 

  • 1,1'-[ethane-1,2-diylbisoxy]bis[2,4,6-tribromobenzene]
  • 2,2',6,6'-tetrabromo-4,4'-isopropylidenediphenol
  • 4,4'-sulphonyldiphenol
  • Bariumdiboron-tetraoxid
  • Bis(2-ethylhexyl)tetrabromphthalat (einschließlich aller individuellen Isomere und/oder deren Kombinationen)
  • Isobutyl-4-hydroxybenzoat
  • Melamin
  • Perfluoroheptansäure und deren Salze
  • Reaktionsmasse aus 2,2,3,3,5,5,6,6-octafluor-4-(1,1,1,2,3,3,3-heptafluorpropan-2-yl)morpholin und 2,2,3,3,5,5,6,6-octafluor-4-(heptafluorpropyl)morpholin

REACH wurde von der Europäischen Union (EU) im Juni 2007 eingeführt, um schädliche Chemikalien in Produkten, die in der EU hergestellt, verkauft oder importiert werden, zu verhindern. Diese Stoffe gelten als potenziell gefährlich für Mensch und Umwelt. Gemäß REACH sind Unternehmen rechtlich verpflichtet, Risiken im Umgang mit diesen Chemikalien zu managen sowie ihren Kunden und Verbrauchern Sicherheitsinformationen bereitzustellen. Hersteller und Importeure müssen Informationen über die Eigenschaften ihrer chemischen Stoffe erfassen, um deren sicheren Umgang zu ermöglichen, und die Daten in einer zentralen Datenbank der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki registrieren.

Potenzielle Änderungen an der RoHS-Richtlinie

Die EU-Richtlinie zur Beschränkung bestimmter gefährlicher Stoffe (RoHS Directive) beschränkt aktuell die Verwendung von zehn Substanzen: Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom, polybromierte Biphenyle (PBB) und polybromierte Diphenylether (PBDE), Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Butylbenzylphthalat (BBP), Dibutylphthalat (DBP) und Diisobutylphthalat (DIBP). Die ursprüngliche RoHS-Richtlinie trat im Juli 2006 in Kraft; seither wurden unter der RoHS-2-Richtlinie weitere Beschränkungen hinzugefügt.

Derzeit läuft eine Überprüfung, um die Wirksamkeit der RoHS-Richtlinie zu bewerten, da die EU einen stärkeren Fokus auf Produktnachhaltigkeit legt.

Die Europäische Kommission (EU) wird voraussichtlich die Aufnahme von zwei neuen Stoffen ankündigen:

  • Chlorparaffine mit mittlerer Kettenlänge (MCCPs) – Hauptsächlich eingesetzt in PVC-Isolierungen von Elektrokabeln und -drähten sowie anderen weichen Kunststoff- oder Gummikomponenten, einschließlich Polyurethan-, Polysulfid-, Acryl- und Butyl-Dichtstoffen.
  • Tetrabrombisphenol A (TBBP-A) – Hauptsächlich als Ausgangsstoff bei der Herstellung von bromierten Epoxidharzen verwendet, die als reaktiv flammhemmende Substrate in Leiterplatten (PWB, Printed Wiring Boards) dienen. 

Die EU prüft zudem, die RoHS-Richtlinie zukünftig in eine Verordnung zu überführen.

Fazit

Das sich ständig ändernde Umfeld globaler Vorschriften kann Ihr Unternehmen potenziellen Risiken aussetzen, die die Geschäftskontinuität gefährden können. 

Um regulatorische Änderungen im Blick zu behalten und die Produkt-Compliance sicherzustellen, müssen Unternehmen ein robustes Compliance Risk Management Programm implementieren. Erfahren Sie, wie das Compliance Manager Tool von Z2Data Sie dabei unterstützen kann.

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