Product Change Notifications (PCNs, Produktänderungsmitteilungen) sind entscheidend für ein effektives Management des Produktlebenszyklus. Trotz ihres Wertes werden sie jedoch nicht immer bei einer Änderung herausgegeben.
Im Jahr 2023 erfasste Z2Data über 328.100 EOL-Mitteilungen (Produktlebensende), wobei rund 82.200 dieser Lebenszyklusänderungen ohne jegliche PCN veröffentlicht wurden.
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Das sind 25 % aller Lebenszyklusänderungen!
Die fehlende Vorwarnung schadet nicht nur dem Ruf eines Herstellers; sie verursacht Unternehmen auch erhebliche Kosten durch verlorene Zeit bei der Suche nach Alternativbauteilen und eventuell notwendige unerwartete Redesigns.
Sehen wir uns an, warum PCNs nicht immer ausgestellt werden und was man dagegen tun kann.
Was ist eine Product Change Notification?
Schauen wir uns zunächst an, was ein PCN ist.
Ein PCN ist eine formelle Benachrichtigung, die von einem Hersteller herausgegeben wird, um Käufer, Lieferanten und andere Stakeholder über bevorstehende Änderungen an einem bestimmten Produkt zu informieren. Diese Änderungen umfassen in der Regel verschiedene Anpassungen, wie Änderungen an Produktspezifikationen, Fertigungsprozessen, Materialien oder auch die Abkündigung eines Produkts.
PCNs dienen dazu, allen Beteiligten frühzeitig die nötigen Informationen bereitzustellen, sodass jede Partei entsprechend planen und potenzielle Störungen der Lieferkette oder Produktion minimieren kann.
Somit spielen PCNs eine entscheidende Rolle für Transparenz und Kommunikation in der Fertigungsindustrie. Ohne sie drohen Unternehmen ernste Konsequenzen wie kurzfristige Redesigns, Lagerengpässe, Lieferverzögerungen oder sogar Compliance-Probleme.
Trotz ihrer Bedeutung geben nicht alle Hersteller bei jeder Produktänderung eine PCN heraus. Woran liegt das?
Welche Vorschriften gelten für die Ausgabe eines PCN?
Bei einer Produktänderung müssen Lieferanten gemäß JEDEC-Standards eine detaillierte Produktänderungsmitteilung (PCN) veröffentlichen. Diese weltweit geltenden Standards stellen durch ihre Vorgaben zur rechtzeitigen Meldung von Änderungen an elektronischen Bauelementen die Interoperabilität sicher. Insbesondere verlangt der Standard, dass der Lieferant seine Kunden mindestens 90
Tage vor der geplanten Änderung mit einem PCN informiert. Doch leider geschieht das nicht immer. Zwischen 2020 und 2022 stellte Z2Data fest, dass nur 27 % der PCNs den JEDEC-Standards entsprachen.
Warum werden PCNs nicht immer veröffentlicht?
Abgesehen von Fehlern gibt es einige typische Gründe:
Sie wollen die Änderung nicht öffentlich bekannt machen
Manche Hersteller möchten in der Lage sein, Änderungen an einem Produkt möglichst unauffällig vorzunehmen, ohne eine PCN zu veröffentlichen. Dies kann daran liegen, dass sie die Änderung als nicht relevant für eine größere Zahl von Käufern erachten oder weil sie als sensibel angesehen wird. In beiden Fällen verzichten Hersteller gelegentlich auf eine formelle PCN (eventuell benachrichtigen sie lediglich ihre Großkunden). Das Resultat? Unternehmen ohne einen Prozess zur frühzeitigen Erkennung solcher Änderungen werden böse überrascht, wenn das Produkt plötzlich obsolet ist, nicht mehr in das Produktdesign passt, schwer zu beschaffen ist oder andere Probleme auftreten.
Ihnen fehlen die Werkzeuge für eine formelle PCN
Gerade bei kleinen und mittelständischen Herstellern gibt es oft keinen festgelegten Prozess zur Herausgabe von PCNs. Dadurch werden einige Teile mit PCN, andere ohne verwaltet – nicht aus Absicht oder Fahrlässigkeit, sondern weil ein belastbarer Prozess einfach noch fehlt.
Anstatt eine formelle PCN zu verschicken, ändern Hersteller dann möglicherweise nur ihre Produkt-Websites – das hilft jedoch dem beschaffungsverantwortlichen Einkäufer kaum, der kritisch auf dieses Bauteil angewiesen ist. Dieses Risiko müssen sie dann oftmals tragen.
Was können Sie tun?
Wenn Ihre BOM (Stückliste) Hunderte oder mehr Komponenten umfasst, ist es oft kaum möglich, stille Änderungen wie die Entfernung eines Produkts von einer Website, Austausch von Dokumentationen oder andere nicht offiziell angekündigte Anpassungen zu verfolgen. Als Großkunde kann es sein, dass Ihr Lieferant Sie informiert, selbst wenn keine PCN herausgegeben wird. Aber alle anderen? Sie haben das Nachsehen.
Wenn PCN-Benachrichtigungen Änderungen nicht abdecken und Ihnen die Ressourcen zur selbständigen Überwachung fehlen, was können Sie tun?
PCN Manager: 360°-Transparenz zu Ihren Produktkomponenten
Um die Lücke zwischen veröffentlichten PCNs und stillen Änderungen zu schließen, hat Z2Data den PCN Manager entwickelt: ein Tool, das Produktlebenszyklusänderungen erkennt, sammelt und organisiert, um Ihnen einen umfassenden Überblick über Ihr potenzielles Risiko zu geben.
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Der PCN Manager identifiziert herausgegebene PCNs und inoffizielle Produktänderungen und ordnet sie in einem zentralen Dashboard – jede Änderung wird nach Auswirkungsschwere priorisiert, sodass Sie sich sofort auf die größten Risiken für Ihre Lieferfähigkeit fokussieren können.
Einer der größten Vorteile: PCN Manager erfasst nicht nur, was sich ändert, sondern auch, welche Lieferanten Ihr Risiko erhöhen oder senken. Sie erhalten Einblicke, welche Lieferanten PCNs bei Produktänderungen ausstellen – und welche nicht –, damit Sie gezielt die Auswirkungen Ihrer Lieferantenbeziehungen auf die eigene Versorgung erkennen.
Denken Sie an die erwähnten 82.200 Lebenszyklusänderungen ohne PCN.
Teams, die Z2Data einsetzen, erhalten auch zu diesen fehlenden 25 % gezielt Benachrichtigungen und können so Produktunterbrechungen rechtzeitig verhindern.
Wenn Sie sehen möchten, wie PCN Manager Sie beim Verfolgen und Managen von Änderungen unterstützen kann, registrieren Sie sich für eine kostenlose Testphase.