12. Juni 2025 – Z2Data, Inc. arbeitet mit ChemFORWARD zusammen, um Unternehmen einen besseren Einblick in die in ihren Produkten verwendeten Chemikalien, deren Gefahrenpotenzial sowie die Möglichkeit zu geben, sicherere und nachhaltigere Alternativen zu beschaffen.
ChemFORWARD ist eine gemeinnützige, wissenschaftsbasierte Organisation, die den Chemical Hazard Data Trust verwaltet – ein gemeinsames Repository für Chemikalien-Gefahrendaten sowie umfassende Chemical Hazard Assessments (CHAs).
Elektronikunternehmen sehen sich zunehmendem regulatorischem Druck bezüglich der in ihren Produkten eingesetzten Chemikalien ausgesetzt. Treiber hierfür sind unter anderem die halbjährlichen Aktualisierungen von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals), die EU-Verordnung zur Umweltgerechten Gestaltung nachhaltiger Produkte (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR) sowie das wachsende öffentliche Bewusstsein für Chemikalien wie PFAS und deren Verwendung in Alltagsprodukten. Um in einer Zeit dynamischer Regulierung auf mehreren Märkten konform zu bleiben, müssen Unternehmen nicht nur die genaue chemische Zusammensetzung ihrer Produkte verstehen, sondern auch über die notwendige Transparenz und Daten verfügen, um Behörden berichten zu können.
Derzeit reagieren viele Unternehmen noch eher reaktiv auf diese Richtlinien und berücksichtigen Chemikalien oft erst dann in ihrer gesamten Materialdeklaration (Full Material Disclosure, FMD), nachdem sie auf eine Beschränkungs- oder Verbotsliste gesetzt wurden. Diese Reaktivität führt zu einer Compliance-Lücke, die erhebliche finanzielle Folgen haben kann und gleichzeitig Verbraucher und Umwelt über längere Zeit einem Risiko aussetzt. Zudem entstehen aufwendige und kostspielige Neuentwicklungen, da regulierte Chemikalien im Nachgang entfernt werden müssen. In einer Ära, in der gesellschaftliche Verantwortung für viele Verbraucher und Anteilseigner oberste Priorität hat – und die Strafen bei Verfehlungen steigen – suchen immer mehr Unternehmen einen proaktiven Ansatz im Chemikalienmanagement. Sie möchten wissen, welche Chemikalien in ihren Produkten derzeit reguliert sind und welche zukünftig betroffen sein könnten. Ohne transparente Daten zur aktuellen Chemikalienverwendung und zu verfügbaren Alternativbauteilen ist ein proaktives Vorgehen jedoch oft überwältigend.
Um dem entgegenzuwirken, arbeiten Z2Data und ChemFORWARD zusammen, um Unternehmen eine größere Transparenz über eingesetzte Stoffe in bestehenden und neuen Produkten sowie Einblicke in deren Gefahrenpotenzial auf Basis des besten verfügbaren Stands der Wissenschaft zu bieten. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird ChemFORWARDs CHA-Datenbestand zu über 200.000 handelsüblichen Chemikalien in die Compliance Manager-Lösung von Z2Data integriert. So können Compliance- und Beschaffungsteams die in ihren Produkten enthaltenen Stoffe identifizieren und deren Gefahrenbewertungen nachvollziehen.
Das Hazard Band-System von ChemFORWARD bietet einen klaren, notenähnlichen Rahmen zur Gefahrenbewertung: Mit „A“ oder „B“ bewertete Chemikalien bergen geringe bis moderate Gefahren und gelten im Allgemeinen als sicherere Alternativen. Eine „C“-Bewertung erhalten Chemikalien, die zumeist als sicherer gelten, jedoch moderate Gefahren mitbringen – hier kann je nach Anwendung eine weitere Bewertung der Akzeptabilität erforderlich sein. Eine „D“-Bewertung kennzeichnet hochgefährliche Chemikalien, die künftig reguliert werden könnten. Die Note „F“ steht für besonders gefährliche Chemikalien, von denen viele bereits reguliert sind. Für Chemikalien ohne ausreichende Gefahreninformationen im Data Trust wird ein „?“ vergeben – dies signalisiert, dass eine CHA erforderlich ist. Das Label „IP“ kennzeichnet, dass das CHA aktuell in Bearbeitung ist und nach Abschluss der Prüfung eine Bewertung erfolgt.
Einer der wertvollsten Aspekte des ChemFORWARD-Bewertungssystems ist das geteilte Wissen. Der Chemical Hazard Data Trust zentralisiert diese Informationen in einem kollaborativen Repository und nutzt ein einzigartiges Kosten- und Datenteilungsmodell, das die Zugangskosten um eine Größenordnung gesenkt hat.
Der Data Trust ist so konzipiert, dass der Zugang zu umfassenden CHAs – erstellt von akkreditierten Toxikologie-Firmen und überprüft durch unabhängige Toxikologen – ebenso wie zu Gefahren-, Funktions- und physikalisch-chemischen Daten aus Dutzenden vertrauenswürdiger Quellen erleichtert wird. Die Daten werden kontinuierlich kuratiert, gepflegt und verbessert und so in ein Format gebracht, das unternehmerische Entscheidungen ermöglicht.
Mit jedem weiteren durchgeführten CHA werden mehr Chemikalien einer Hazard Band zugeordnet und die zugehörigen Endpunktdaten sowie der Risiko-Score dem Data Trust hinzugefügt – so profitieren alle Unternehmen, die den Data Trust nutzen, von den Ergebnissen. Dieser kollektive Ansatz fördert die Bündelung von Ressourcen, eliminiert Doppelarbeiten, verbessert die Datenqualität und erweitert die Transparenz bezüglich Chemikalienrisiken in der gesamten Branche.
Mit dieser Funktionalität in Z2Data können Unternehmen proaktiv Chemikalien mit erhöhtem Risiko erkennen und beginnen, dafür Alternativen zu beschaffen. Das ist besonders für Organisationen wertvoll, die durch vorausschauendes Design auf Sicherheit, Nachhaltigkeit und Compliance zukünftigen Regulierungsvorgaben stets einen Schritt voraus sein möchten. Ebenso unterstützt es Initiativen, den Markenruf aktiv zu schützen – vor allem für Unternehmen mit verbraucherorientierten Produkten.
Die Funktion von ChemFORWARD wird als Add-on zu Z2Data’s Compliance Manager verfügbar sein. Mehr erfahren Sie über diese Kooperation direkt bei Z2Data.