Samsung Electronics hat drei seiner Fabriken in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, geschlossen, nachdem in diesen drei Werken 46 COVID-19-Fälle festgestellt wurden. Zudem hat das koreanische Elektronikunternehmen die Belegschaft in den Fabriken von ursprünglich 7.000 auf 3.000 Beschäftigte reduziert.
Weitere COVID-Ausbruchsherde wurden im Saigon Hi-Tech Park in Ho-Chi-Minh-Stadt identifiziert; in einer nicht genannten Fabrik wurden 700 Fälle entdeckt, was zu Bedenken bei globalen Lieferkettenanalysten hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen der Fabrikschließungen geführt hat.
Ein Marktanalyst in Hanoi sagte, dass die Schließungen globale Lieferketten, insbesondere Handelswaren und Rohmaterialien, im dritten Quartal 2021 ins Stocken bringen könnten.
Stand 15. Juli wurden insgesamt 38.239 COVID-Fälle vom vietnamesischen Gesundheitsministerium bestätigt. Laut Quellen aus dem Z2Data-Team liegt der aktuelle 7-Tage-Mittelwert der Neuinfektionen mit 2.122 auf einem Rekordhoch, während am 14. Juli mit insgesamt 2.934 gemeldeten Fällen ein neuer Tageshöchstwert erreicht wurde.
Die Frage ist derzeit, ob der Anstieg der Fallzahlen bereits den Höchststand erreicht oder ob der Gipfel noch bevorsteht.
Am 6. Juli, kurz bevor die Fallzahlen stark anstiegen, gab es Berichte über Arbeiter, die in den Fabriken übernachteten, um potenziellen Virusexpositionen auszuweichen. Dies zeigte aber keinen Erfolg.

Für Samsung besteht das Ziel derzeit darin, die Belegschaft im Unternehmen zu isolieren, um Sicherheit vor der Virenlast zu gewährleisten und gleichzeitig die Produktionskapazität aufrechtzuerhalten. Allerdings bieten diese Maßnahmen laut Nguyen Thanh Ha, stellvertretender Direktor der Abteilung für Umweltmanagement im Gesundheitswesen, keinen garantierten Schutz vor Ausbrüchen. Die einzige wirklich präventive Maßnahme gegen weitere Ausbrüche ist die Aussetzung der Produktion in den Fabriken.