Taiwan, das Zuhause der größten Halbleiterindustrie Asiens, bereitet sich erneut auf Wasserknappheit vor – weniger als zwei Jahre nach der schlimmsten Dürre seit 100 Jahren.
Die Wasserstände in den taiwanesischen Stauseen, insbesondere in den zentralen und südlichen Regionen, sind in den vergangenen Monaten aufgrund ausbleibender Niederschläge gesunken. Taiwans größter Stausee, der Zengwen-Stausee, verfügt aktuell nur über 11,35 % seines durchschnittlichen Wasserspeicherstands.
Darüber hinaus ist der Wasserstand des nördlichen Shimen-Stausees im April erstmals unter 50 % gesunken. Meteorologen prognostizieren im Mai zwar etwas Entlastung und Regen, allerdings wird für Mai und Juni weiterhin mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen gerechnet. Da es in der kommenden Saison voraussichtlich wenig regnet, hat das Ministerium für Wirtschaft (MOEA) im März die Wassersparmaßnahmen in Taiwan verstärkt.
Dies ist keine gute Nachricht für die Halbleiterfertigung in Taiwan, insbesondere da diese bestrebt ist, ihre Führungsposition in der Branche trotz der Bedrohung durch eine Übernahme Chinas zu behaupten.
Die Herstellung von Halbleitern erfordert erhebliche Mengen an Wasser, und derzeit hat die Insel Schwierigkeiten, den Bedarf zu decken. So verbraucht beispielsweise allein Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) 99.000 Tonnen Wasser pro Tag in ihren Chip-Produktionsstätten im Southern Taiwan Science Park – und mit dem technologischen Fortschritt steigt auch der Wasserbedarf.
Die Abhängigkeit der Insel von saisonalen Regenfällen zur Befüllung der Stauseen wird durch veränderte Wetterlagen und Niederschlagsmuster zunehmend unzuverlässig. Als Konsequenz haben Städte wie Kaohsiung und Tainan, die zu wichtigen Halbleiterstandorten avancieren, mit der Umsetzung von Wassersparmaßnahmen begonnen. Die Wasserversorgung für Gewerbe und Industrie, einschließlich Technologieparks und Industriegebieten, wurde eingeschränkt. Unternehmen müssen ihren Wasserverbrauch um 10 % reduzieren – insbesondere im Southern Taiwan Science Park und im Industriegebiet Kaohsiung.
Taiwan erlebte bereits 2021 schwere Dürren, die die Produktion in Industrie und Landwirtschaft im ganzen Land beeinträchtigten und sowohl die inländische Versorgung als auch den Export beeinträchtigten. Um eine Wiederholung zu vermeiden, ist ein proaktives Vorgehen bei den Maßnahmen zur Wasserkonservierung entscheidend.
Die Produktionsleistung taiwanesischer Chips ist für das Land von existenzieller Bedeutung, da sie nicht nur wirtschaftlich notwendig ist, sondern auch ein entscheidender politischer Faktor für Bündnispartner wie die USA angesichts der chinesischen Bedrohung bleibt.
Störungen in der Halbleiter-Lieferkette können durch verschiedene Ereignisse ausgelöst werden – Naturkatastrophen, Brände oder geopolitische Spannungen – und zu Verzögerungen bei der Komponentenfertigung und Lieferzeit führen. Ein Wettereignis, politische Unruhen oder ein Vorfall am Standort eines Lieferanten können Auswirkungen auf Ihre gesamte Lieferkette haben. Ein robustes Lieferkettenrisikomanagement (SCRM) macht solche potenziellen Risiken sichtbar und stellt Gegenmaßnahmen zur Stärkung Ihrer Lieferkette bereit. Hier sind einige Strategien, um Ihre Lieferkettenrisiken mit Z2Data zu steuern und zu minimieren.