Die 2020er Jahre verzeichnen eine dramatische Zunahme an Störungen, die globale Lieferketten bedrohen. Von der COVID-19-Pandemie bis zum aktuellen, höchst angespannten Handelsumfeld mussten Hersteller und Lieferanten allein im letzten halben Jahrzehnt Herausforderungen wie Lieferengpässe, Containerstaus, Klimakatastrophen und geopolitische Krisen bewältigen. Laut einer von Interos durchgeführten Umfrage unter 750 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 500 Millionen US-Dollar beliefen sich die durchschnittlichen jährlichen Verluste durch Lieferkettenstörungen in den ersten drei Jahren der 2020er fast auf 150 Millionen US-Dollar.
Während einige Hersteller weiterhin die Herausforderungen von 2025 mit den Werkzeugen von 2008 angehen—namentlich Excel-Tabellen, E-Mails, Mundpropaganda und mehr—setzen viele inzwischen auf spezialisierte, fortschrittliche Softwarelösungen spezifisch für Lieferketten, um diese Herausforderungen zu adressieren.
Damit beginnt der Aufstieg von Lieferkettenrisikomanagement-Software.
Lieferkettenrisikomanagement-Software muss zwei zentrale Zwecke erfüllen
Lieferkettenrisikomanagement-Software verfolgt einen doppelten Zweck: Unternehmen bei der Bewältigung akuter Risiken zu unterstützen und sie zugleich in die Lage zu versetzen, zukünftige Störungen proaktiv zu erkennen und zu mindern.
Um dies zu leisten, muss die Software zwei Kernfunktionen abdecken:
- Informativ
- Operativ
Informationsgetriebene Lieferkettenrisiken
Der Informationsaspekt ist vergleichsweise klar: Unternehmen benötigen aktuelle, relevante Erkenntnisse in einem klaren, handlungsorientierten Format, um zu verstehen, was gefährdet ist. Bricht beispielsweise ein Brand beim Sub-Tier-Lieferanten aus, sollte Lieferkettenrisikomanagement-Software umgehend anzeigen, welche Bauteile betroffen sind, welche Produkte darauf angewiesen sind und welche alternativen Bezugsquellen verfügbar wären. Dieser Grad an Klarheit ermöglicht es Teams, im Störungsfall schnell fundierte Entscheidungen zu treffen.
Operationsgetriebene Lieferkettenrisiken
Der operative Teil ist ebenso entscheidend, wird aber häufig übersehen. Viele Risiken in der Lieferkette sind nicht extern, sondern intern bedingt—verborgen in isolierten Prozessen oder widersprüchlichen Datensilos. Wenn Beschaffungs- und Engineering-Teams auf verschiedene Compliance-Daten zugreifen oder den Ursprung eines Bauteils nicht nachvollziehen können, entstehen Verzögerungen nicht aufgrund von fehlenden Informationen, sondern weil die Informationen fragmentiert und schwer interpretierbar sind. Risiko bedeutet somit nicht nur Bedrohung an sich, sondern auch Zeit, die benötigt wird, um sie zu verstehen und adäquat zu handeln.
Kurz gesagt: Die beste Lieferkettenrisikomanagement-Software liefert nicht nur Informationen, sondern stellt auch sicher, dass diese effizient, klar und an die jeweiligen Verantwortlichen und mit dem richtigen Maß an Dringlichkeit durch das Unternehmen weitergegeben werden können.
Im Folgenden zeigen wir fünf zentrale Funktionen auf, die Lieferkettenrisikomanagement-Software im Jahr 2025 und darüber hinaus bieten muss, um diese Anforderungen zu erfüllen.
Fünf zentrale Anforderungen an Lieferkettenrisikomanagement-Software
Um die heutigen Informations- und Betriebsanforderungen globaler Lieferketten abzudecken, braucht Lieferkettenrisikomanagement-Software Funktionen, die Unternehmen dabei helfen, Transparenz zu verbessern, interne Abläufe zu optimieren und bei Störungen entschlossen zu handeln. Einige Funktionen legen den Fokus auf aktuelle, relevante Informationen (informativ), andere auf effektive interne Koordination und Umsetzung (operativ):
- Lieferkettenmapping und Transparenz (Informativ + Operativ)
- Datenzentralisierung (Operativ)
- Lieferantenrisikobewertung (Informativ)
- Echtzeit-Risikomonitoring & -Erkennung (Informativ)
- Sub-Tier-Datenintelligenz (Informativ + Operativ)
1. Lieferkettentransparenz (Informativ & Operativ)
Wie wir bereits diskutiert haben, beginnt jedes effektive SCRM-Programm mit Transparenz in der Lieferkette. Um Bedrohungen zu identifizieren und zu bewerten, müssen Unternehmen möglichst tief in ihre Lieferkette blicken können—einschließlich nicht nur direkter (Tier-1-)Lieferanten, sondern auch indirekter Hersteller, die oft zwei, drei oder sogar vier Ebenen entfernt sind.
Lieferkettentransparenz wird maßgeblich durch Lieferkettenmapping erreicht—der aufwendigen, detaillierten Zuordnung von direkten und Sub-Tier-Lieferanten, Produktionsstandorten und der Beziehungen der Akteure in der Lieferkette. Mit diesen Abbildungen können OEMs und andere Organisationen unterschiedlichste Strategien zur Risikominderung entwickeln—von Lieferantenbewertungen und Sub-Tier-Risikoanalysen über Dual Sourcing bis zu Initiativen für mehr Transparenz. Lieferkettentransparenz ist damit eine Grundvoraussetzung für SCRM und ein unverzichtbares Feature für jede SCRM-Software.
2. Datenzentralisierung (Operativ)
Es klingt simpel, ist aber essenziell: Effektive SCRM-Software im Jahr 2025 muss verschiedenste Datenarten unterstützen, konsolidieren und analysieren können. Insbesondere Automobil-OEMs benötigen eine SCRM-Plattform, die Supplier Insights, geografische Daten, Stücklisten (BOM), Herstellernummern (MPN), zugelassene Lieferantenlisten (AVL) und Sanktionsinformationen—um nur einige Beispiele zu nennen—verarbeiten kann.
Darüber hinaus bieten die wettbewerbsfähigsten SCRM-Lösungen ein intuitives, leicht navigierbares Dashboard, in dem Nutzende mühelos zwischen verschiedenen Datenquellen wechseln und Lieferanten, Standorte, Bauteile und weitere Variablen vergleichen können. Diese breite, unterstützende Datenstruktur befähigt Fachbereiche und Teams, gemeinsam auf einer einheitlichen Informationsbasis Entscheidungen zu treffen und Risikomanagement-Strategien zu entwickeln.
Außerdem sollten Unternehmen künftige SCRM-Plattformen nach ihrer Anpassungsfähigkeit bewerten: Jede Branche priorisiert unterschiedliche Informationen. Flexible Tools ermöglichen es, Dashboards, Tabellen und Felder nach individuellen Prioritäten und Abläufen umzugestalten.
3. Lieferantenrisikobewertung (Informativ)
Trotz der Vielzahl potenzieller Risiken in Lieferketten ist eines das wohl wesentlichste: der Lieferant selbst. Lieferanten sind für die Produktionssicherheit eines Unternehmens essenziell, ihre eigene Stabilität ist jedoch keineswegs selbstverständlich. Hersteller sind anfällig für finanzielle Risiken, Handels-Compliance, ESG-Leistung sowie potenzielle Rechtsverfahren, die ihre Betriebsfähigkeit gefährden könnten. Jedes dieser Risiken kann die Fähigkeit des Lieferanten beeinträchtigen, Betriebsstätten zuverlässig zu führen und Produkte termingerecht zu liefern.
Für Lieferkettenrisikomanagement-Software ist eine effektive Lieferantenbewertung daher Pflicht. SCRM-Programme sollten über fortschrittliche Bewertungsmodelle verfügen, die Hersteller nach zentralen Risikofaktoren und Störungsquellen einstufen. Solche Bewertungen sind für das SCRM unverzichtbar, da sie doppelt wirken: Sie helfen Unternehmen, Risiken in bestehenden Lieferketten zu identifizieren und zu mindern und liefern zugleich die Datengrundlage für fundierte Entscheidungen bei der Auswahl neuer Lieferanten oder beim Ausbau des Fertigungsnetzwerks.
Die besten SCRM-Softwarelösungen bieten heute umfassende Risikobewertungen für Lieferanten weltweit. Z2Data liefert integrierte Risiko-Scores für über 700.000 Lieferanten weltweit. Diese Bewertungen, die kontinuierlich mit neuen Unternehmensinformationen aktualisiert werden, erfassen zwölf einzigartige Risikoaspekte und ermöglichen einen ganzheitlichen Blick auf die eigene Verwundbarkeit. Erfahrene Teams bewerten Unternehmen nach Kriterien wie Sourcing-Abhängigkeit, Handels-Compliance, geopolitisches Risiko, Cybersicherheit und Finanzdaten, um nur einige entscheidende Faktoren zu nennen. Nach Zusammenführung aller relevanten Daten berechnet Z2Data das Ergebnis mit einem proprietären Algorithmus, der über nahezu ein Jahrzehnt verfeinert wurde. Das Resultat: Risiko-Scores, die Unternehmen eine differenzierte Sicht auf Resilienz und Abläufe ihrer aktuellen und potenziellen Lieferanten bieten.
4. Echtzeit-Risikomonitoring (Informativ)
Es reicht nicht, Risiken nur statisch zu bestimmen—SCRM-Plattformen müssen wendig genug sein, um auf die Dynamik globaler Lieferketten reagieren zu können. Aus diesem Grund ist Echtzeit-Risikomonitoring eine essenzielle Fähigkeit von Risikomanagement-Plattformen. Mit dieser Funktion lassen sich schnell neue Ereignisse bewerten und Nutzer mit Informationen versorgen, die schnell genug eintreffen, um wirklich handlungsleitend zu sein.
Die wirksamsten SCRM-Lösungen nutzen umfangreiche Methoden zur Überwachung von Lieferketten—dazu zählt das kontinuierliche Auswerten wichtiger Nachrichtenportale, Lieferantenwebsites, Regierungsquellen und sogar sozialer Medien, um stets auf dem neuesten Stand internationaler Entwicklungen zu bleiben. Weil unterschiedlichste Ereignisse Lieferketten stören können, setzen moderne Risikomonitore auf interne Taxonomien, die Dutzende Risikotypen erkennen—von extremen Wetterlagen, Arbeitskämpfen, Fabrikschließungen und Stromausfällen bis hin zu geopolitischen Krisen.
Manche Plattformen gehen noch einen Schritt weiter und bieten ihren Kunden individuelle Störungsanalysen entlang der eigenen Lieferkette. Z2Data‘s SCRM-Software ordnet Zwischenfälle spezifischen Lieferanten, Standorten und Bauteilen des Kunden zu. Dadurch erhalten Nutzende eine maßgeschneiderte Impact-Analyse, die zeigt, welche Variablen in der Lieferkette am stärksten gefährdet sind. Nicht alle SCRM-Lösungen enthalten diese Funktionalität, doch für Hersteller kann sie entscheidend sein—sie sparen so Zeit, Ressourcen und Kapazitäten, die für ein völlig manuelles Störungsmanagement sonst erforderlich wären.
5. Sub-Tier-Datenintelligenz (Informativ & Operativ)
Branchen wie Automobil, Elektronik sowie Luft- und Raumfahrt oder Verteidigung verfügen über dichte, multikontinentale Lieferketten mit oft drei, vier oder sogar fünf Ebenen. Für Unternehmen in diesen Sektoren reicht das Mapping der direkten Lieferanten nicht aus, um Risiken wirksam zu managen. Wer Risiken wirklich erkennen und die entscheidenden Risikofaktoren für die Betriebsfähigkeit verstehen möchte, benötigt Einblick in die Sub-Tiers. SCRM-Software mit Sub-Tier Intelligence ermöglicht kritische Erkenntnisse über die Lieferkettenbeziehungen, auf denen die Fertigung basiert, und zeigt, wo diese Beziehungen besonders gefährdet sind.
Die Lieferkettenrisikomanagement-Plattform von Z2Data bietet eine der umfangreichsten Sub-Tier Intelligence-Lösungen der Branche. Grundlage ist eine interne Datenbank mit Sub-Tier-Beziehungen, die sofort in die Lieferkette des Kunden eingespielt werden kann und so eine fortgeschrittene Grundabdeckung und einen erheblich beschleunigten Mapping-Prozess bietet. Mit Z2Data's Sub-Tier Intelligence gewinnen OEMs und andere Unternehmen tiefere Dateneinblicke, erweitern ihr Supply Chain Wissen und stärken ihr Risikomanagement nachhaltig.
Z2Data ist die umfassendste SCRM-Software im Jahr 2025
Im Jahr 2025 lässt sich ein effektives Lieferkettenrisikomanagement kaum ohne passende SCRM-Software etablieren. Diese Tools bieten eine Vielzahl von Funktionen, um Risiken zu erkennen und die Transparenz zu erhöhen—unverzichtbare Grundlagen für weitergehende Strategien und vorbeugende Maßnahmen. Die SCRM-Plattform von Z2Data stellt Unternehmen eine der branchenweit führenden Funktionspaletten bereit:
- Risikomonitoring mit Echtzeit-Impact-Analyse
- Proprietäre Risikobewertungen von 700.000 Lieferanten weltweit
- Interne Datenbank mit Sub-Tier-Lieferantenbeziehungen
- BOM-spezifische Risikoanalysen
- Erweiterte Individualisierungsmöglichkeiten innerhalb des Tools
Angesichts von Zöllen, geopolitischen Spannungen und den teils weitreichenden Exportbeschränkungen führender Volkswirtschaften besteht ein strategisches Gebot zur Stärkung des Lieferkettenrisikomanagements. Eine der effektivsten Maßnahmen ist der Einsatz von SCRM-Software.
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