Die meisten Teams beobachten die SVHC-Liste. Die REACH-Restricted List ist ebenso verbindlich – und wird viel leichter übersehen.
Fünf beschränkte Stoffe finden sich regelmäßig in Elektronik – vom Kabelmantel bis zum Gehäuse. Wo sie sich verstecken und wie Sie sie aus Ihren Produkten heraushalten.
Die REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorization, and Restriction of Chemicals) der Europäischen Union ist ein zentraler Baustein der globalen Chemikalien-Compliance. Zwei Elemente – die Restricted List und die Liste besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC – Substances of Very High Concern) – übernehmen jeweils spezifische Rollen beim Schutz von Produktsicherheit und Umwelt.
Die meisten Hersteller kennen die SVHC-Liste genau. Die Restricted List wird jedoch häufig übersehen – und genau hier beginnen gravierende Compliance-Probleme.
Die REACH Restricted List legt fest, welche Stoffe in der EU nur eingeschränkt oder gar nicht hergestellt, verwendet oder in Verkehr gebracht werden dürfen. Die Konformität ist für jedes Unternehmen verpflichtend, das im oder für den EU-Markt tätig ist.
Beide Listen erfüllen ergänzende, aber unterschiedliche Zwecke. SVHCs markieren potenzielle Risiken; die Restricted List erzwingt konkrete Maßnahmen.
Identifiziert Stoffe, die erhebliche Risiken verursachen können – wie Karzinogenität, Reproduktionstoxizität oder Persistenz in der Umwelt. SVHCs können später in die Zulassungsliste aufgenommen werden, was eine explizite Genehmigung für deren Verwendung erfordert.
Unterwirft Stoffe bestimmten Verwendungsbeschränkungen oder vollständigen Verboten. Während SVHCs auf Risiken hinweisen, erzwingt die Restricted List konkrete Maßnahmen zur Risikominderung – oft mit Fokus auf bestimmte Branchen oder Anwendungsfälle.
Elektronikhersteller müssen die jeweiligen Anwendungsfälle genau prüfen, um festzustellen, ob eine Beschränkung für ihre Produkte gilt. Diese fünf Stoffe treten besonders häufig auf.
| Stoff | Gängige Verwendung in der Elektronik |
|---|---|
| C9–C14 PFCA | Wegen ihrer wasser-, öl- und schmutzabweisenden Eigenschaften in Beschichtungen eingesetzt. |
| Monomethyl-tetrachlorodiphenylmethan | Häufig in dielektrischen Flüssigkeiten und Hydraulikflüssigkeiten verwendet. |
| Monomethyl-dichlorodiphenylmethan | Dient zur Herstellung von Polymeren wie Harzen, Gummi, Kunststoffen, Farben und Folien. |
| Monomethyl-dibromodiphenylmethan (Isomerengemisch) | Ein Flammschutzmittel, das in diversen Anwendungen eingesetzt wird, vor allem in Kunststoffkabelmänteln. |
| Diphenylether, Octabrom-Derivat | Ein Flammschutzmittel, das in Gehäusen von elektrischen und elektronischen Geräten eingesetzt wird. |
Identifizieren und dokumentieren Sie alle Chemikalien, die in Ihren Produktionsprozessen und Produkten verwendet werden.
Arbeiten Sie eng mit Ihren Lieferanten zusammen, um das Nichtvorhandensein beschränkter Stoffe zu bestätigen oder entsprechende Erklärungen einzuholen.
Bestätigen Sie die Konformität durch Labortests und, falls erforderlich, unabhängige Zertifizierungen.
Prüfen Sie regelmäßig Aktualisierungen der REACH-Vorschriften und der Restricted List, um Verstöße zu vermeiden.
Nutzen Sie Software und Expertenunterstützung, um komplexe regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen.
Z2Data stellt eine Suite an Tools bereit, die REACH-Compliance vereinfachen, sodass Teams ihre Verpflichtungen verwalten, operationelle Risiken reduzieren und Marktzugang sichern können.
Erkennen Sie beschränkte Stoffe in Produkten sofort mithilfe aktueller regulatorischer Informationen.
Bewerten Sie Produktzusammensetzungen, um Compliance-Risiken zu erkennen und sicherere Alternativbauteile zu finden.
Automatisieren Sie die Erfassung von Compliance-Daten bei Lieferanten und stellen Sie korrekte Erklärungen sicher.
Bleiben Sie über Änderungen der REACH Restricted List und anderer Vorschriften durch Echtzeit-Benachrichtigungen informiert.
Z2Data prüft Ihre Stückliste anhand der REACH Restricted List, SVHC List und weiterer Vorschriften mit einer stets aktuellen Chemikaliendatenbank – und kennzeichnet beschränkte Stoffe bis auf Bauteilebene, bevor diese den EU-Markt erreichen.
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